Hochzeitsfotografie im Allgäu
Ich habe relativ früh gemerkt, dass Hochzeitsfotografie für mich nur dann Sinn ergibt, wenn ich sie nicht wie ein klassisches Shooting behandle. Sobald etwas geplant, gestellt oder wiederholt wird, verändert sich etwas. Menschen werden vorsichtiger, kontrollierter, weniger bei sich. Und genau das ist das, was ich eigentlich festhalten will. Mich interessieren nicht perfekte Abläufe. Mich interessiert, wie sich ein Hochzeitstag anfühlt, wenn man mittendrin ist. Oft sind es diese kurzen Momente, die niemand ankündigt und die auch nicht wiederkommen. Ein Blick, der nur eine Sekunde dauert. Eine Umarmung, die eigentlich viel länger gemeint war. Oder dieses kurze Durchatmen zwischendurch, wenn man merkt, dass jetzt gerade wirklich geheiratet wird.
Warum ich Hochzeiten so begleite, wie sie passieren
Ich greife so wenig wie möglich ein, weil ich selbst nicht gerne beobachtet werde. Und weil ich weiß, wie schnell man sich verstellt, sobald jemand sagt: „Stell dich mal kurz da hin.“ An den meisten Hochzeiten bin ich einfach da. Ich bewege mich viel, aber leise. Ich höre zu, schaue, warte. Und manchmal drücke ich minutenlang nicht ab, weil noch nichts passiert ist, das sich richtig anfühlt. Das ist nicht spektakulär. Aber genau daraus entstehen Bilder, die sich später nicht fremd anfühlen. Viele Paare sagen mir nach der Hochzeit, dass sie erst beim Anschauen der Bilder gemerkt haben, wie viel eigentlich passiert ist an diesem Tag. Dinge, die sie selbst gar nicht bewusst wahrgenommen haben, weil sie so sehr im Moment waren. Und genau das ist für mich der Punkt, an dem Hochzeitsfotografie ihren Wert bekommt.
Hochzeitsfotografie im Allgäu fühlt sich anders an
Ich lebe im Allgäu, und ich glaube, das prägt meine Art zu fotografieren mehr, als man denkt. Hier ist vieles etwas langsamer, ruhiger, weniger laut. Selbst große Hochzeiten haben oft diese Momente, in denen man kurz aus allem rausgeht, ein paar Schritte zur Seite macht und wieder bei sich ankommt. Als Hochzeitsfotograf im Allgäu kenne ich die Orte, klar. Aber viel wichtiger: ich kenne die Stimmungen.
Ich weiß, wie sich ein Hochzeitstag hier entwickelt, wann Ruhe einkehrt und wann es plötzlich emotional wird, ohne dass jemand damit rechnet. Das hilft mir, nicht ständig eingreifen zu müssen. Ich bin vorbereitet, ohne zu kontrollieren.
Was mir wirklich wichtig ist
Mir ist wichtig, dass ihr euch nicht verstellen müsst. Dass ihr euren Tag nicht für Fotos umbaut. Dass nichts extra „nochmal gemacht“ werden muss, nur damit es dokumentiert ist. Ich glaube nicht daran, dass man Emotionen erzeugen kann, indem man sie anweist. Ich glaube daran, dass sie entstehen, wenn man ihnen Raum lässt. Deshalb entstehen die meisten meiner Bilder nicht, weil etwas besonders schön aussieht, sondern weil es sich in dem Moment richtig anfühlt.
Für wen diese Art der Hochzeitsfotografie passt
Diese Art zu arbeiten passt gut zu Paaren, die ihren Hochzeitstag nicht als Show verstehen, sondern als etwas Persönliches. Zu Menschen, die nicht alles planen wollen, sondern auch Platz lassen für das, was einfach passiert. Wenn euch wichtig ist, dass eure Hochzeitsfotos ehrlich sind – auch dann, wenn sie nicht perfekt sind – dann ist das hier wahrscheinlich die richtige Richtung.
Zum Schluss
Viele Hochzeitsfotos sind nach ein paar Jahren einfach nur Bilder. Andere holen einen sofort wieder zurück. Nicht, weil sie spektakulär sind, sondern weil sie etwas zeigen, das man selbst fast vergessen hätte. Genau solche Bilder versuche ich festzuhalten. Und genau deshalb mache ich Hochzeitsfotografie im Allgäu so, wie ich sie mache.

